Zukünftig Güter über die Donauuferbahn?

Derzeit ist die Donauuferbahn zwischen Emmersdorf und Sarmingstein gesperrt – nun sollen auch hier baldmöglichst wieder Züge fahren.

Strategie Grampetcargo Austria, Wien, sieht ausreichend Potenzial für den Güterverkehr, um die seit 2010 aufgelassene Strecke der Donauuferbahn wieder in Betrieb zu nehmen. Grampetcargo Austria Geschäftsführer Friedrich Macher geht zu Beginn von 400.000 bis 500.000 Jahrestonnen aus, hauptsächlich Gleisschotter und Holz. Diese Mengen können auf 800.000 bis 1 Mio. Jahrestonnen steigen, besonders, wenn Verkehre berücksichtigt werden, die heute schon in Schwertberg und Mauthausen umgeschlagen werden und neu über die Strecke der Donauuferbahn fahren können, sagte Macher gegenüber Rail Business.

Im Zentrum stehe für das Unternehmen der Schienengüterverkehr, jedoch könne er sich auch durchaus eine Kombination in der Traktion mit touristischem Personenverkehr sowie Personennahverkehr vorstellen, so Macher. Beim Nahverkehr läge das Potenzial bei über 1 Mio. Fahrgästen pro Jahr.

Die Donauuferbahn oder Wachaubahn verläuft zwischen St. Valentin und Krems, davon ist die Strecke zwischen Weins-Isperdorf und Weitenegg aufgelassen. Die Infrastruktur gehört der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsges.m.b.H. (Növog).

Die (Wieder)-Nutzung ehemals stillgelegter Strecken gehört zum Geschäftsmodell von Grampetcargo Austria. So wurden unter anderem folgende Verkehre auf ursprünglich aufgelassenen Strecken wieder aufgenommen: Korneuburg–Ernstbrunn, Mistelbach –Hohenau sowie Anschlussbahnen der Raiffeisen Ware Austria (RWA), im Einzelnen die Franz-Josefs-Bahn, die Nordwestbahn und die Laaer Ostbahn. Das Unternehmen gehört zu 90% der rumänischen Grampetgroup, 10% hält Geschäftsführer Macher, Ex-Vorstand von Rail Cargo.

Beim rumänischen Mehrheitsgesellschafter hat Grampetcargo Austria die Möglichkeit, ältere Lokomotiven in einem Schwesterunternehmen günstig zu revitalisieren, sodass für den Einsatz der Fahrzeuge nur niedrige Fixkosten angesetzt werden müssen. Dadurch ist es Grampetcargo Austria möglich, auch Verkehre auf niedrigfrequenten Strecken anzubieten bzw. auch bei vergleichsweise niedrigen Jahrestonnagen, erläutert Macher das Geschäftsmodell.

Quelle: RB 9.9.19 (dr)
www.railbusiness.de

2 Gedanken zu „Zukünftig Güter über die Donauuferbahn?

  1. Sehr positiv! Ich hoffe, dass es nicht nur bei Worten bleibt sondern auch Taten folgen. Die Fa. Bernegger aus Molln als Pächter der Loyalen Werke hätte gerne die Frachten mit der Schiene transportiert, aber scheinbar gab es von Landesseite nie wirklich Interesse.

  2. Freut mich zu hören!

    Bin gespannt in wie weit die Pläne umgesetzt werden, hoffe die Növog und das Land Nö spielen dabei mit!

Schreiben Sie einen Kommentar zu Bert Schatzl Antworten abbrechen